Fränkisches Gasthaus mitten in der Lohrer Altstadt Hauptstraße 28 · 97816 Lohr am Main
Unser Haus

Ein Haus mit Geschichte.

Vom Fachwerkhaus am Marktplatz zum Gasthaus, das heute Gäste aus nah und fern empfängt.

Fachwerkfassade des Schönbrunnen
Seit dem 17. Jahrhundert

Viele Leben.
Ein Zuhause.

An der Hauptstraße in Lohr steht ein Haus, dessen Geschichte weiter zurückreicht als die des Gasthauses selbst.

Das Fachwerkhaus entstand Anfang des 17. Jahrhunderts auf dem damals größeren Marktplatz. Erbauer war Hieronymus Weidenweber, ein wohlhabender Krämer, Ratsherr und zeitweiliger Bürgermeister der Stadt.

Stationen der Hausgeschichte

Was die Mauern
erzählen könnten.

1627

Ein dunkles Kapitel

Während der Hexenverfolgungen in Lohr wurde Hieronymus Weidenweber denunziert. Obwohl er die Vorwürfe auch unter Folter bestritt, wurde er 1627 verurteilt und hingerichtet. 1654 wird Jost Weidenweber in einem Mainzer Güterverzeichnis als Eigentümer des Hauses genannt; danach verliert sich die Spur der Familie an diesem Ort.

1818

Ein Gasthaus wird belegt

Für 1818 ist die gastronomische Nutzung in Unterlagen des Lohrer Stadtarchivs erstmals nachweisbar. Damals gehörte das Haus dem Bierbrauer und Gastwirt Joseph Amrhein. In den rückwärtigen Gebäuden betrieb er eine hauseigene Brauerei.

1874–1980

Viele Hände, ein Haus

Nach dem Tod von Amrheins Sohn Max wechselte das Anwesen 1874 durch Versteigerung den Besitzer. Es folgten die Familien Metzger und der Bierbrauer Friedrich Madre. 1906 wird Johann Metzger als Eigentümer genannt. Valentin Heimbücher führte die Gastwirtschaft ab 1919 ohne Brauerei, später folgten Josef Weis und seine Tochter. 1980 schloss das Haus.

2002

Ein neuer Anfang

Die Arnsteiner Brauerei Bender erwarb 2002 den westlichen Teil des Gebäudes. In sieben Monaten wurden die Gasträume mit viel Liebe zum Detail renoviert. Im August desselben Jahres öffnete das traditionsreiche Gasthaus wieder – mit fränkischen Speisen und Getränken.

Das Zeichen des Hauses

Der Brunnen
über der Straße.

Der schmiedeeiserne Ausleger mit dem vergoldeten Röhrenbrunnen erinnert an den einst auf dem unteren Marktplatz stehenden „springend bronnen“. Ihm verdankt das Gasthaus seinen Namen.

Unter dem Haus liegt ein geräumiger Kreuzgewölbekeller. Heute befinden sich unter dem gemeinsamen Dach zwei voneinander getrennte Haushälften – wie es dazu kam, ist nicht mehr nachvollziehbar.

Das Haus in Bildern ansehen
Schmiedeeiserner Ausleger des Schönbrunnen mit goldenem Röhrenbrunnen